Kölner Stadtanzeiger 18.09.2020.pdf
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Wildinsektenfutterwiese und Insektenhotel bei der Energieversorgung Leverkusen

Die Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) hat an drei ihrer Standorte handgefertigte Wildbienenhotels aufgebaut: An den beiden Trinkwasser-Hochbehältern Wuppertalstraße und Fettehenne sowie auf dem Gelände am Wasserturm. Am Wasserturm haben außerdem rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EVL ein großes Kräuter- und Wildblumenbeet angelegt, um die Insekten mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer wurden für einen Tag freigestellt, um Stift und Stromprüfer gegen Schippe und Schubkarre einzutauschen.

Gebaut hat die Wildbienenhotels EVL-Mitarbeiter und Wildbienen-Experte Stephan Eßer. Er verkauft über seine Internetseite  handgefertigte Wildbienenhotels in allen Größen und Farben. Schon seit vielen Jahren fertigt Eßer mit viel Liebe zum Detail die Bruthilfen für Wildinsekten an und engagiert sich für den Schutz der Wildbienen: „Die Population der Wildbienen ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen: Pestizide, versiegelte Flächen, durchforstete Wälder und fehlende Blühstreifen schränken sie in ihrem Lebensraum immer mehr ein“ erklärt er.

Die EVL möchte dem entgegenwirken und hat mit den ersten drei Wildbienenhotels nur den Grundstein des Projektes gelegt. Jahr für Jahr sollen weitere Standorte nachgerüstet werden. Für 2021 ist bereits geplant, die Energiezentrale West in der Neuen Bahnstadt und den Eingangsbereich des EVL-Hauptsitzes am Overfeldweg bienenfreundlich zu gestalten. „Neben Zukunftsthemen wie Photovoltaik, Elektromobilität und Smart City wollen wir uns auch über unser Kerngeschäft hinaus nachhaltiger aufstellen. Das Wildbienen-Projekt ist ein erster Schritt in diese Richtung“, sagt Thomas Eimermacher, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL.

Anstoß für das Projekt bot unter anderem auch das Leitbild Grün und Klimawandel der Stadt Leverkusen. „Geeigneter und ausreichender Lebensraum für Tiere, insbesondere Insekten, sowie Grün in unserer Stadt bietet ein Mehr an Lebensqualität und schützt vor den Auswirkungen des Klimawandels. Damit wir hier viel erreichen, brauchen wir eine große Akzeptanz und Unterstützer“, beschreibt der Umweltdezernent Alexander Lünenbach die Idee. „Das Projekt ‚Leverkusen blüht auf‘, ein wichtiger Baustein unseres „Leitbild Grün und Klimawandel“, das wir gemeinsam mit dem NaturGut Ophoven durchführen, hat den Anfang gemacht. Nun gilt es, diese Herausforderung in die Stadtgesellschaft zu tragen. Die EVL setzt mit ihrem Insektenhaus ein positives Signal und lädt zum Nachahmen ein. Ein Engagement, das mich sehr freut!“

Hintergrund
In Deutschland leben circa 560 verschiedene Arten von Wildbienen, davon rund 320 in der rheinischen Region. In NRW ist die Hälfte der Wildbienen-Arten vom Aussterben bedroht. Auf der anderen Seite sind wir Menschen auf die Bestäubungsleistung der Wildbienen angewiesen. Rund 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen werden von Insekten bestäubt – hauptsächlich von Wild- und Honigbienen.

https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/leverkusen-mit-wildbienenhotels-der-umwelt-helfen_aid-53337623

Von Sara Hellmann

Wie trägt man mit wenig Aufwand zum Umweltschutz bei? Eine Antwort dafür liefert Stephan Eßer, Mitarbeiter der Energieversorgung Leverkusen (EVL) und Bauer von Wildbienenhotels. Er hat 2005 sein erstes eigenes Wildbienenhotel gebaut und betreibt inzwischen eine eigene Website. Zusammen mit Kollegen hat er jetzt ein Wildbienenhotel mitsamt Kräuter- und Wildblumenbeeten am Leverkusener Wasserturm angelegt.

„Wir haben mit 20 Leuten vier Stunden gearbeitet“, erzählt Eßer. Für die Bepflanzung der Beete wurden in großen Teilen Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin oder Karde ausgewählt. „Davon haben die Tiere etwas und wir Menschen auch“, erklärt er. Geplant wurde das Wildbienenhotel am Wasserturm bereits 2019, doch die Durchführung wurde wegen Corona aufgeschoben. „Eigentlich war das Projekt für das Frühjahr geplant“, erzählt Eßer. „Wir haben es dann im Juni/Juli durchführen können – eigentlich war das zu spät.“ Dass die Pflanzen nicht vertrocknet sind und sich trotzdem Bienen angesiedelt haben, freut ihn.

Auch Thomas Eimermacher, der kaufmännische Geschäftsführer der EVL, unterstützt das Projekt. „Die Ansiedlung von Wildbienen ist ein Teil eines Veränderungsprozesses bei der EVL“, sagt er. „Wir wollen unser Kerngeschäft nachhaltiger aufstellen und neben Themen wie Photovoltaik und Elektromobilität, gehört das Wildbienen-Projekt ebenfalls dazu.“ Die EVL hat mit dem Wasserturm an drei ihrer Standorte Bienenhotels aufgebaut und plant bereits weitere. „Jedes Jahr sollen es drei Standorte mehr werden“, erzählt Eimermacher. Auch für den Wasserturm soll sich das Projekt lohnen. „Es kommen normalerweise oft Schulklassen oder Kindergärten hier her“, berichtet er. „Wenn sie jetzt kommen, sehen sie nicht nur den Wasserturm, sondern lernen etwas über Wildbienen.“

Ein Anstoß für das Projekt war das Leitbild Grün und Klimawandel der Stadt Leverkusen. „Die EVL hat an ihren Standorten oft einiges an Fläche, die technisch nicht nutzbar ist“, erklärt Umweltdezernent Alexander Lünenbach. „Diese Grünflächen können jetzt genutzt werden.“ Seit der Aktion „Leverkusen blüht auf“ wurden in den letzten drei Jahren 1000 Quadratmeter Blühwiesen in Leverkusen eingerichtet.  „Es ist eine aufwendige Arbeit und die Ergebnisse sind nicht immer direkt zu sehen, aber es lohnt sich“, bekräftigt er. Die Ansiedlung von Wildbienen ist nicht nur etwas für abgelegene Plätze. „Diese Solitärbienen sind sehr ruhig“, erklärt Eßer. „Sie haben keine Königin die sie schützen müssen und legen daher viel Wert auf ihr Leben und wenig auf Konfrontationen.“ Wer Interesse daran hat, etwas für die Umwelt zu tun, kann überlegen, ob im Garten Platz für ein Bienenhotel ist. Den Rest erledigen die Tiere von alleine.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bee-fly.de                      

Kölner Stadtanzeiger 17.09.2020.pdf
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https://www.facebook.com/watch/?v=700969847432381&extid=LPzNN5DwsthJNFmT

Interview mit dem OBI-Kundenmagazin September 2020:

: https://www.obi.de/magazin/garten/gartengestaltung/wildbienen-interview

Ausstellungen 2020:

Keine geplant

Imbienta 2017 in Overath
Imbienta 2017 in Overath

Presseberichte:

2016

Kölnische Rundschau vom 17.03.2016

 

STADTT

Von Insekten-Hotels bis Konfitüre

  Von Holger Hoeck

 

 Dünnwald. Stephan Eßer ist gelernter Kartograph. "Mein Interesse gehört jedoch schon lange der faszinierenden Welt der Wildbienen. Eines Tages habe ich dann begonnen, mein erstes Insektenhotel und eine Bruthilfenstätte zu bauen", erzählte der inzwischen als Geo-Informatiker tätige Hobbybastler den Besuchern seines Stands auf dem 5. Kunsthandwerkermarkt Dünnwald. 

Für seine Häuser benötige er Schilf und Bruthölzer wie etwa Eiche, Haselnuss, Esche oder Akazie. "Das Holz für die Brutscheiben wird je nach Verfügbarkeit eingebaut und kann in Form und Farbe variieren. Die Löcher für die Liniennester in den Brutscheiben sind zwischen sechs und acht Zentimetern tief und unterschiedlich im Durchmesser. Somit können dort mehrere tausend Wildbienen und -wespen überwintern oder ihr Brutgeschäft verrichten", erklärte er seinen Zuhörern. Bis zu fünfzehn Stunden könne der Bau eines Hauses, das zwischen 60 und 175 Euro kostet, dauern. "Das Problem ist das Schilfrohr: Tausende davon müssen eng zusammengepackt werden. Dafür benötigt man Ausdauer und das richtige Fingerspitzengefühl."

 

Ein Herz für Bienen hat Stefan Eßer und verkaufte seine selbst gebastelten Insektenhotels. (Foto: Hoeck)

2014

Umweltschutz als Riesenfete - Umwelttreff und Frühlings- und Familienfest brachten die Menschen nach Burscheid

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Pressebericht vom 14. Mai 2014 / Burscheider Wochenpost

....Und die Menschen kamen - trotz des durchwachsenen Wetters - in Scharen. Sie informierten sich beim Umwelttreff in der Kirchenkurve und unteren Hauptstraße über die Energiewende, fuhren am Stand der Belkaw mit Segways, ließen die Schusskraft ihrer Fußballerbeine am Stand der Volksbank Remscheid-Solingen messen oder bestaunten die Insektenhotels des Odenthalers Stephan Eßer. Der findet, dass er in Burscheid genau am richtigen Ort ist. »Mir geht es gar nicht darum, dass die Menschen mir meine Insekten- hotels aus der Hand reißen. Sicherlich haben die wenigsten Besucher mal eben 100 Euro in der Tasche, um sich ein solches Haus zu kaufen, wenn sie ursprünglich mit ihren Kindern hierher kommen, um mal ein Würstchen zu essen. Aber ich führe viele gute Gespräche und mit jedem dieser Gespräche kann ich die Menschen ein wenig mehr dafür sensibilisieren, dass beispielsweise sehr viele der 550 Bienenarten mittlerweile bedroht sind. Und das gilt für viele Insektenarten. Fakt ist aber, dass 90 Prozent aller Pflanzen von Insekten bestäubt werden. Wir täten also gut daran, diese Tiere mehr zu schätzen und zu schützen.«.....

 

2013

Pressebericht des Kölner Stadtanzeigers vom 13.11.2013
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Pressebericht im Kölner Stadtanzeiger vom 04.04.2012
Pressebericht im Kölner Stadtanzeiger vom 04.04.2012
www.ksta.de/region/insektenhotel-puenktlich-zum-fruehling-ausgebucht,15189102,16221636.html
Pünktlich zum Frühling ausgebucht - Kölner Stadt-Anzeiger
Stephan Eßer baut Bienen- und Insektenhotels. Mit liebevoller Detailarbeit schafft er damit nicht nur einen Nistplatz für Wildbienen, sondern auch einen richtigen Hingucker für den Garten!
Pressebericht im Kölner Stadtanzeiger vom 04.04.2012 / zum Vergrößern klicken Sie bitte auf den Bericht
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