Fakten zur Bestäubungsleitung:

 

  • Bestäubungsleistung von Wildbiene ca. 50% höher sind als bei der Honigbiene

    (gerechnet wird hier der Blütenbesuch und der daraus resultierende Fruchtansatz)

  • Rund 80% der Wild- und Nutzpflanzen werden von Insekten bestäubt: Hauptsächlich von Wildbienen/Wildwespen, Honigbiene und anderen Insekten. Die restlichen ca. 20% von Wind und Wasser

  • einige Wildbienenarten fliegen auch bei feuchtem und kühlem Wetter ab 4-6 Grad. Die Honigbiene erst ab ca. 12 / 14 Grad. Daher kann die Wildbiene früher mit der Bestäubung anfangen

  • Deutlich besserer Ertrag von Obst und Samen wenn Bestäubung durch Wildinsekten stattfindet/ größere Früchte

  • Einige Grundnahrungsmitte sind selbstbestäubend wie Mais, Weizen u. Kartoffeln

    Ein Großteil der weltweiten Obst- und Gemüsesorten brauchen aber einen Bestäuber - also das Wildinsekt

  • D.h. ca. 78% aller Blühpflanzenarten sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen

  • Der wirtschaftliche Wert der Bestäuberleistung weltweit wird auf 153 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt

 

Quellenangaben u.a.:

 

Forschungsinstitut für biologischen Landbau

 https://shop.fibl.org/chde/mwdownloads/download/link/id/632/

 

 Umweltministerium NRW:

 https://www.umwelt.nrw.de/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw/

 

 Bundesministerium für Bildung und Forschung:

https://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/unterschaetzte-wildbienen-artenvielfalt-sichert-landwir-2232

 

   Helmholzinstitut:

 https://www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/wenn-das-summen-leiser-wird/

Für die Flugdistanz zw. Bruthöhle und Nahrung spielt die Körpergröße der Wildbiene eine entscheidende Rolle: kleine Arten unter 10 mm Länge fliegen generell nur ca. 100–300 m, größere Arten über 15 mm dagegen schaffen ca. 600-1.200 m . Daher sollten den Tiere in der Nähe ihrer Bruthöhlen auch eine Nahrungsquelle zur Verfügung stehen.                                                   Auf dieser Seite möchte ich Ihnen Pflanzen vorstellen, die eine besondere Anziehungskraft auf Wildinsekten haben wie z.B.:

Küchen- und Heilkräuter als Anziehungsmagnet für Wildbienen und Hummeln:

 

Besonders anziehend für Wildinsekten/Bienen sind die Blüten von Rosmarin. Hier sind Blüten eines alten Rosmarinstrauches zu sehen, der etwas geschützt gepflanzt, auch in unseren Breiten eine beträchtliche Größe und ein hohes Alter erreichen kann!

 

 

 

 

 

 

 

 Rosmarin                                                                         

Salbei ist als Heilpflanze ebenso nützlich für den Menschen, wie auch als Nektarspender für Bienen und Hummeln

Thymian ist als Gewürzkraut aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Auch Wildinsekten schätzen den "reich gedeckten" Blütentisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Borretsch wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet und ist auch als Gurkenkraut bekannt, da es beim Einkochen von Gurken als Geschmacksgeber verwendet wird.

 

Im Mai wird diese Pflanze während der Blüte intensiv von Insekten besucht!

 

 

 

 

 

 

 

Die reichhaltige Vielfalt von Lavendel ist als Anziehungspunkt für viele Wildinsekten unwiderstehlich. Besonders auch den Honigbienen bietet er reiche Nahrung! Durch seine lang anhaltende Blühdauer ist er eine Bereicherung für jeden Garten und holt mediterranes Flair in unsere Breiten.

 

Außerdem alle Arten der Blüten von Obstbümen oder Obststräuchern:

Die Blüten von Obstbäumen:

im Bildbeispiel sehen Sie die Blüten der Kirsche und Blüten eines Apfelbaumes (von links nach rechts -Foto:privat).

 

90% aller Bestäuber von Obst und Beeren sind Wildinsekten! Nur bei ca. 10% findet die Befruchtung durch Wind und/oder Wasser statt. Ohne Insekten gibt es deutlich schlechtere Ernten von Obst und Samen.

Nach einer Erhebung kostete die künstliche Bestäubung von Pflanzen bisher weltweit rund 170 Mrd. Euro!!!

Gifte Pflanzen:

Der Fingerhut ist eine hochgiftige!!! Pflanze, aber bei Hummeln äußerst beliebt!

 

Alle Fotos wurden von mir aufgenommen. Sie dürfen aber für den privaten Gebrauch verwendet werden!